Schloss Podelwitz
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Schloss Podelwitz

Unweit der Vereinigung der Zwickauer und Freiberger Mulde im kleinen Dörfchen Podelwitz schmiegt sich das Schloss harmonisch in die Auenlandschaft am Südufer der Freiberger Mulde ein.

Anfang des letzten Jahrhunderts prägte der landwirtschaftliche Betrieb die Schlossanlage. Zwei grosse Innenhöfe mit unzähligen Stallungen, einer Schnapsbrennerei, riesigen Lagerscheunen, eigener Gärtnerei mit Orangerie zeugten vom emsigen Schaffen der Besitzer und Verdingten. Zwei Weltkriege und Inflation gingen aber nicht schadlos am einzigen Grossgrundbesitz vorüber. Was übrig blieb, wurde durch die russische Besatzung und deren Reformen so aufgeteilt, dass das Ende eines florierenden Landwirtschaftsbetrieb besiegelt war. 40 Jahre Mangelwirtschaft der DDR gaben vielen Gebäuden den Todesstoss.

1990 macht sich die Gemeinde auf, das Schloss aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Es wurde nicht nur viel Geld benötigt, sondern auch gute Ideen, Mut und Visionen, um die Aufbruchstimmung zu nutzen. Seit dem Tag sind schon wieder 24 Jahre vergangen. 

Das Schloss präsentiert sich jetzt schöner denn je. Leider ist von der einstigen Grösse des ganzen Schlossareals nicht mehr alles übriggeblieben. Nach der Enteignung der Familie von Reiswitz durch die Bodenreform wurde es zu DDR-Zeiten als LPG-Einheit (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) genutzt. Im Schloss selbst waren Familien und ein Kindergarten untergebracht. Einige Nebengebäude verfielen so stark, dass sie abgerissen werden mussten. Der einstige Anblick ist wenigstens noch durch alte Fotos der Familie von Reiswitz dokumentiert.
     
Seit dem 01. Februar 2014 bewirtschaftet das Wasserschloss Podelwitz das gesamte Areal mit dem Restaurant Schlossgewölbe, der Pension, dem Kamin- und Trauzimmer im Schloss mit angrenzendem Rosengarten sowie das Parkbistro mit Außengelände. Das Wasserschloss Podelwitz lädt zu Feierlichkeiten jeglicher Art ein, bewirtet Radfahrer, Wanderer, Wassersportler und Spontanbesucher und verwöhnt seine Gäste mit Spezialitäten im Außer-Haus-Service.

Regionale Geschichte kann man in der Heimatstube Knochenmuß in der 1. Etage des Schlosses hautnah erleben. Jede Woche kommen viele Besucher, um anzuschauen, mit welchen Spielsachen sich Oma und Opa als Kinder die Zeit vertrieben haben. Der Tante-Emma-Laden oder die Deutsche-Post-Geschichte zeigen schöne alte Gebrauchsgegenstände. Auch internationales Publikum zählt zu den Stammgästen von Irmgard und Manfred Knochenmuß.
Die ständige Ausstellung mit Bildern und Geschichtsdokumenten aus dem Offizierskriegsgefangenenlager Oflag IV C auf Schloss Colditz ziehen vor allem Engländer, aber auch andere Nationalitäten der damaligen Alliierten in das Wasserschloss Podelwitz. (Näheres finden Sie unter - Museen - Heimatstuben).

Tourismus „überregional und international“ - heisst die Devise.
Schloss Podelwitz ist ein touristischer Anlaufpunkt für Wasserwanderer auf der Mulde, ob mit Kanu, Falt- oder Schlauchboot. Auch die Radler kommen direkt über den Muldental-Radwanderweg am Schlosshof vorbei.
Im, an das Schloss grenzenden Park sind genügend Sitzmöglichkeiten vorhanden, um ein Picknick durchzuführen. Dort ist auch der Bootsanlegesteg für Wasserwanderer.
Und wer einmal über die Mulde oder den naheliegenden Thümmlitzwald blicken möchte, der sollte mal kurz auf den vom Schlosspark leicht zu erklimmenden sagenumwobenen Nixstein klettern.
Über die Deutsche Bundesbahn erreichen Sie von nur 1,5 km entfernten Bahnhof Tanndorf im Stundentakt Leipzig und Dresden.
letzte Aktualisierung: 11.05.2017 14:00 Uhr


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