Keramische Industriegeschichte - Thema der Heimatstube Podelwitz

Einer der ältesten Colditzer Karamikbetriebe - Heimatstube Podelwitz
Zu den ältesten Handwerkskünsten der Menschheit gehört die Keramik. Sie begann mit der Töpferkunst, die in vielen Regionen der Welt nicht nur wegen ihrer Zweckmäßigkeit immer weiter verbessert wurde, sondern sich auch ständig in ihrem Aussehen verfeinerte. Fragmente von kreierten, keramischen Gegenständen aus dem letzten Jahrtausend finden wir im Schloss Colditz. Sie sind eng verbunden mit dem luxuriösen Leben der damaligen Herrscher. Ausgerechnet die unter unserem Gebiet lagernden Bodenschätze Ton, Kaolin und Kohle waren das Fundament, dass sich hier eine ganze Industrie daraus entwickeln konnte. Ohne Ziegelsteine oder Ofenkacheln wäre eine Entwicklung undenkbar gewesen.
Kaolinschachtung 2007 - Heimatstube Podelwitz

Ein Hauptzweig der Keramik war das Steinzeug. Relativ schwerfällige Produkte, wie Rohre für den aufkommenden Bau von Abwasseranlagen, Tröge für die Landwirtschaft und Zubehörteile des Hausbaues gehörten zum Produktionsspektrum unserer einheimischen Betriebe. Ziegeleien, zum Teil mit ganz speziellen Produkten für die Stahl- und Feuerfestindustrie, produzierten teilweise in Colditz noch bis zur „Wende“.

Ein weiterer, wichtiger Teil ist die Steingutproduktion. Alle Haushalte waren mit diesen Produkten für den alltäglichen Gebrauch reich ausgestattet. Auch über deren Geschichte finden wir in den Heimatstuben reichlich Ausstellungsstücke. Ihre Dekoration machte sie auf die vielfältigste Art zu Schmuckstücken im Haushalt, nicht nur ihre Zweckmäßigkeit.
Dann erreichte uns aus China die Nachricht, dass man dort über eine noch feinere Qualität dieser Produkte verfügte – das Porzellan. In seinem Machtstreben gab vor über 300 Jahren unser Herrscher Kurfürst August der Starke den Befehl zur Entwicklung des europäischen Hartporzellans. 1707 gelingt es Böttger und Tschirnhaus, das 1. europäische Porzellan herzustellen. Notwendige Rohstoffe, wie Kaolin und Ton, mussten für diese Versuche auch aus Colditz angeliefert werden. Darüber existieren konkrete Aufzeichnungen. Die Qualität des Porzellans wurde immer mehr verfeinert, am Hofe wurden das Meißner Porzellan wie Gold gehandelt; daher der Name „weißes Gold“.
Genau über das nachfolgende Kapitel Colditzer keramischer Industriegeschichte sind in den Heimatstuben umfangreiche Ausstellungsstücke zu sehen. Sie dokumentieren die Entwicklung in und um Colditz und geben außerdem einen Einblick in die Esskultur unserer Vorfahren. Da regt manches Stück zum Nachdenken an. Ein Pappkarton mit Kaffeesahne auf der Sonntags-Kaffeetafel wäre noch vor 50 Jahren undenkbar gewesen.    

Das Firmenschild - Heimtstube Podelwitz

Keramische Produkte - Heimatstube Podelwitz

Gebrauchskeramik - Heimatstube Podelwitz

Ein Fenster voller Steingut - Heimatstube Podelwitz

Ein Fenster voller Steingut - Heimatstube Podelwitz

Eine andere Art Steingut - Heimatstube Podelwitz

Colditzer Steingut - Heimatstube Podelwitz

Keramik in Hülle und Fülle - Heimatstube Podelwitz

Feinstes Porzellan und Bestecke - Heimatstube Podelwitz

Feinstes Porzellan - Heimatstube Podelwitz

Colditzer Steingut - Heimatstube Podelwitz