Unweit der Vereinigung der Zwickauer und Freiberger Mulde im kleinen Dörfchen Podelwitz schmiegt sich das Schloss harmonisch in die Auenlandschaft am Südufer der Freiberger Mulde ein. Anfang des letzten Jahrhunderts prägte der landwirtschaftliche Betrieb die Schlossanlage. Zwei grosse Innenhöfe mit unzähligen Stallungen, einer Schnapsbrennerei, riesigen Lagerscheunen, eigener Gärtnerei mit Orangerie zeugten vom emsigen Schaffen der Besitzer und Verdingten. Zwei Weltkriege und Inflation gingen aber nicht schadlos am einzigen Grossgrundbesitz vorüber. Was übrig blieb, wurde durch die russische Besatzung und deren Reformen so aufgeteilt, dass das Ende eines florierenden Landwirtschaftsbetrieb besiegelt war. 40 Jahre Mangelwirtschaft der DDR gaben vielen Gebäuden den Todesstoss. 1990 macht sich die Gemeinde auf, das Schloss aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Es wurde nicht nur viel Geld benötigt, sondern auch gute Ideen, Mut und Visionen, um die Aufbruchstimmung zu nutzen. Seit dem Tag sind schon wieder 24 Jahre vergangen. Das Schloss präsentiert sich jetzt schöner denn je. Leider ist von der einstigen Grösse des ganzen Schlossareals nicht mehr alles übriggeblieben. Nach der Enteignung der Familie von Reiswitz durch die Bodenreform wurde es zu DDR-Zeiten als LPG-Einheit (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) genutzt. Im Schloss selbst waren Familien und ein Kindergarten untergebracht. Einige Nebengebäude verfielen so stark, dass sie abgerissen werden mussten. Der einstige Anblick ist wenigstens noch durch alte Fotos der Familie von Reiswitz dokumentiert.

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